TOP Ö 6: Sachlicher Teil-Flächennutzungsplan „Windenergie“
Billigung des Planentwurfs

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Gemeinderat billigt den Entwurf zum sachlichen Teil-Flächennutzungsplan „Windenergie“ in der Fassung des Antrags der CDU-Fraktion.

 

  1. Die Verwaltung wird mit der Durchführung des weiteren Verfahrens beauftragt.

 


Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 24. Oktober 2012 die Aufstellung des sachlichen Teil-Flächennutzungsplans „Windkraft“ beschlossen. In diesem Plan sollen „Konzentrationsflächen“ für ausschließlich regionalbedeutsame Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Die Erstellung des Entwurfs des Teil-Flächennutzungsplans gliederte sich in drei Untersuchungsstufen.

Die Öffentlichkeit wurde über das Verfahren durch eine Informationsveranstaltung am 8. November 2012 sowie durch die öffentliche Auslegung des Vorentwurfs vom 9. November bis 23. November 2012 frühzeitig über die Planungen unterrichtet.

Ferner wurden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange am Verfahren beteiligt. Der Gemeinderat wog in seiner Sitzung am 5. November 2014 die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung vorgebrachten Stellungnahmen untereinander und gegeneinander ab und billigte das weitere Plankonzept. Von den ursprünglich neun untersuchten Suchfeldern verbleiben nach Abwägung aller vorgebrachten Belange der Vorentwurfsphase vier Suchfelder, die - nach Auffassung der Verwaltung und des beauftragten Planungsbüros - als potentielle Windkraftstandorte im Planentwurf ausweisbar sind:

Suchfeld K2: Gewann “Beim Trauf”, Stadtteil Menzingen,

Fläche: rd. 48 Hektar

Suchfeld K 6: Gewann „Am Menzinger Weg, Stadtteil Gochsheim,

Fläche: rd. 51 Hektar

Suchfeld K7: Gewann „Hegeri, Weiherberg“, Stadtteil Münzesheim,

Fläche: rd. 41 Hektar

Suchfeld K10: Gewann „Schwalbenrain“, Stadtteil Landshausen,

Fläche: rund 4 Hektar

Die Gesamtfläche der im Planentwurf ausgewiesenen Suchfelder beträgt insgesamt rund 144 Hektar und erstreckt sich auf ca. 1,8 % der Gemarkungsfläche der Stadt Kraichtal. „Insbesondere unter Berücksichtigung der relativ schwachen Windhöffigkeit auf dem gesamten Gemarkungsgebiet sowie in Anbetracht der vielen Tabuzonen und des Landschaftsbildes würde die gesetzliche Maßgabe, der Windenergienutzung substantiellen Raum zu verschaffen, hinreichend erfüllt“, betonte Architekt Glup am Sitzungsabend.

Im Namen der CDU-Fraktion stellte Alfred Richter einen Antrag auf Änderung des Beschlussvorschlags der Verwaltung. Die CDU-Fraktion hält nicht alle vorgenannten Suchfelder für geeignet und beantragt daher, die Suchfelder K 2 und K 10 aus dem Planentwurf herauszunehmen. Lediglich die Flächen K 6 und K 7 kommen aus Sicht der CDU-Fraktion in Betracht und sollen weiter verfolgt werden. Nach weiterer Diskussion folgte schließlich die Abstimmung über den Antrag von Alfred Richter (CDU), der mit knapper Mehrheit angenommen wurde.