TOP Ö 8: Fußgängerbrücke „Lügerwiesen“ über den Kraichbach in Unteröwisheim
Abbruch

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Beschlussvorschlag:

 

Der Gemeinderat stimmt dem Abbruch der Fußgängerbrücke zu und  beauftragt die Verwaltung, weitere kostengünstige Alternativen zu prüfen und dem Technischen Ausschuss vorzustellen.

 

 


Im Spätjahr 2016 wurden die Stadtwerke auf die Notwendigkeit hingewiesen, den über den Kraichbach führenden Fußgängersteg einer Prüfung zu unterziehen, da sich Wanderer über das extreme Schwingverhalten des Bauwerks äußerten. In der Bauwerks-Überwachungsliste ist dieses Bauwerk bisher nicht aufgeführt.  Da es sich jedoch um einen Fußweg bzw. um einen offiziell beworbenen Wanderweg handelt, war die Notwendigkeit einer Prüfung gegeben. Diese ergab, dass das Bauwerk starke Mängel aufweist und nicht mehr verkehrssicher ist, weshalb die Brücke im Januar 2017 gesperrt wurde.

Eine wasserrechtliche Erlaubnis für dieses Bauwerk ist nicht vorhanden. Diese wäre für einen Ersatz-Neubau zu beantragen. Das vorhandene Bauwerk liegt im Überschwemmungsbereich eines 100-jährlichen Hochwassers, also müsste ein neues Bauwerk zudem entsprechend höher über dem Gelände errichtet werden. Entsprechend größere Stützweiten wären dadurch ebenso zu erwarten. Eine Beleuchtung des Fußweges ist nicht vorhanden.

Bereits unter Tagesordnungspunkt 1 der öffentlichen Sitzung war der geplante Abbruch des umgangssprachlichen „Spitzbubenbrückles“ in Unteröwisheim seitens der Bevölkerung kritisch bewertet worden. Gleich mehrere Einwohner sprachen sich für die Errichtung einer neuen Brücke über den Kraichbach in diesem Bereich aus, da diese nicht zuletzt von Einheimischen, Wanderern und Gästen genutzt wird. Der Gemeinderat hat nach eingehender Diskussion dem Abbruch der Fußgängerbrücke mit einer Gegenstimme mehrheitlich zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, weitere kostengünstige Alternativen zu prüfen und dem Technischen Ausschuss vorzustellen. Vorausgegangen war dieser Erweiterung des Beschlussvorschlags, der ursprünglich lediglich einen Abbruch der Brücke ohne Prüfung einer alternativen Planung vorsah, ein Antrag der SPD-Fraktion auf Prüfung weiterer kostengünstiger Brückenalternativen.

Für die Abbrucharbeiten einschließlich Entsorgungskosten wird mit einem finanziellen Aufwand von 5.000 bis 7.000 € gerechnet. Mittel für den Abbruch stehen zur Verfügung.