TOP Ö 8: Bericht über die Oktober-Steuerschätzung 2018 und aktueller Finanzzwischenbericht für das Haushaltsjahr 2018
Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe im Betriebszweig Wasserversorgung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat nimmt den Bericht über die finanziellen Entwicklungen und Änderungen im Haushaltsjahr 2018 zur Kenntnis.

 

Der Gemeinderat genehmigt die überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 150.000 € des Erfolgsplans des Betriebszweigs Wasserversorgung im Jahr 2018.

 


Der Gemeinderat hat den Bericht von Stadtkämmerer Uwe Ribstein über die finanziellen Entwicklungen und Änderungen im Haushaltsjahr 2018 zur Kenntnis genommen und die überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 160.000 € des Erfolgsplans des Betriebszweigs „Wasserversorgung“ im Jahr 2018 einstimmig genehmigt.

Unter Berücksichtigung der Oktober-Steuerschätzung 2018 ist im Verwaltungshaushalt 2018 von wesentlichen Änderungen beziehungsweise Planabweichungen auszugehen. Mehreinnahmen und Minderausgaben (ohne Zuführung an den Vermögenshaushalt) führen saldiert (1.925.000 € zzügl. 516.500 €) zu einer Erhöhung des Überschusses (Zuführungsrate)         2.441.500 €                                                                                       

Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt, lt. Plan 2018                           1.511.300 €

Voraussichtliche Verbesserungen 2018 nach diesen Prognosen     +  2.441.500 €

Voraussichtliche Zuführung zum Vermögenshaushalt 2018                    3.952.800 €

Das nach heutigem Stand voraussichtlich verbesserte Rechnungsergebnis 2018 im Vermögenshaushalt (+ 3.299.000 €) hätte beziehungsweise hat die Auswirkung, dass die im Vermögenshaushalt 2018 zur Finanzierung der geplanten Investitionsmaßnahmen veranschlagte Kreditaufnahme von 2.000.000 € in voller Höhe in Anspruch genommen wird. Hintergrund ist ein bereits für den Schulhausneubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal am Schulstandort Münzesheim abgeschlossenes, subventioniertes Darlehen. Jedoch kann die geplante Rücklagenentnahme i. H. v. 3.337.100 € auf 38.112 € deutlich reduziert werden.

Voraussichtliche Entwicklung des Schuldenstands und der Allgemeinen Rücklage

Schuldenstand zum 1.1.2018                                                                      5.722.575 

+ HH-Rest aus 2017 Kreditaufnahme                                                         1.500.000 €

+ Voraussichtliche Kreditaufnahme 2018                                                2.000.000 €

-  Voraussichtliche Tilgungsleistungen 2018                                           -    312.620 €

Vorläufig geschätzter Schuldenstand zum 31.12.2018 rund                 8.909.955 €

Rücklage zum 1.1.2018                                                                                7.210.500

- Voraussichtliche Rücklagenentnahme 2018                                      -      38.100 €

Vorläufig geschätzter Stand der Rücklage zum 31.12.2018 rund        7.172.400 €

Die finanzielle Gesamtlage des Kämmereihaushalts hat sich nach dem voraussichtlichen Rechnungsergebnis 2018 gegenüber den Planzahlen für 2018 wie folgt verändert:

Verbesserung beim Schuldenstand zum 31.12.2018                                            0 €

Verbesserung beim Stand der Allg. Rücklage zum 31.12.2018            4.144.000 €

Verschiebung von Maßnahmen (Neuveranschlagung 2019)        -       244.000 €

Positive Entwicklung insgesamt                                                            +   3.900.000 €

Eigenbetrieb Stadtwerke Kraichtal

Betriebszweige „Wasserversorgung“, „Abwasserbeseitigung“ und „Bauhof“ 2018

Nach derzeitigem Vollzug kann beim Betriebszweig „Bauhof“ mit einem plangemäßen Ergebnis gerechnet werden. Beim Betriebszweig „Abwasserbeseitigung“ ist mit einem etwas besseren Ergebnis gegenüber der ursprünglichen Planung, insbesondere durch Minderausgaben, zu rechnen.

Im Betriebszweig „Wasserversorgung“ mussten allerdings über das gesamte Jahr hinweg wiederum verstärkt Rohrbrüche in Versorgungsleitungen instandgesetzt werden. Die Anzahl der Schäden an den Versorgungsleitungen lag in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich sieben Stück. In diesem Jahr lag die Zahl der Rohrbrüche (Stand 27. November 2018) bei 28 Stellen. Der Durchschnitt in den vergangen Jahren lag hier bei 15 Stück. Auf Grund der mit der Schadensbeseitigung verbundenen Instandsetzungskosten rechnet die Verwaltung inzwischen mit Mehrausgaben in diesem Betriebszweig von insgesamt 150.000 €. Inwieweit diese Mehrausgaben durch Mehreinnahmen durch einen höheren Wasserverkauf aufgrund der trockenen Wetterlage in diesem Jahr gedeckt werden können, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass letztlich aus heutiger Sicht ein Jahresverlust von rund 160.000 € zu erwarten ist. Bei der Planaufstellung für das Jahr 2018 kalkulierte man noch mit einem Jahresverlust in Höhe von 11.700 €.