TOP Ö 5: Vergabe der Arbeiten für die Erstellung eines Starkregenrisikomanagementkonzeptes

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat vergibt die Arbeiten für die Erstellung eines Starkregenrisikomanagementkonzeptes an den günstigsten Bieter. Der Gemeinderat vergibt zudem den Auftrag zu ergänzenden Untersuchungen zum Thema Erosion an denselben Anbieter. Das Gesamtpaket umfasst ein Auftragsvolumen von 148. 854,72 Euro.

Der Gemeinderat genehmigt eine überplanmäßige Ausgabe bei der Haushaltsstelle 1.1400.636000 in Höhe von 38.854,72 Euro.

 

 


Am 7. Nobember 2018 hat der Gemeinderat die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzeptes zum Starkregenrisikomanagement beauftragt. In der Zwischenzeit wurden drei Angebote von zertifizierten Ingenieurbüros angefragt; zwei wertbare Angebote sind eingegangen.

In den Vergabegesprächen zeigte sich, dass das vorgegebene Leistungsverzeichnis nicht in allen Punkten für Kraichtal ausreichend ist. Um fundierte und verwertbare Ergebnisse zu erzielen, sind nach Ansicht der Verwaltung zusätzliche Leistungen nötig, die optional beauftragt werden können:

  • Zusätzliches Leistungspaket „Ortstermine und Besprechungen:

In einer flächenhaft großen Gemeinde mit neun Stadtteilen sind deutlich mehr Ortstermine an einzelnen Problempunkten notwendig, als zum Beispiel in Stadtgemeinden oder flächenhaft kleineren Gemeinden. Gleiches gilt für Besprechungstermine, an denen die jeweiligen Ergebnisse diskutiert und verifiziert werden sollen.

  • Zusätzliches Leistungspaket „Erosionsszenarien“:

Bei den Starkregenereignissen des letzten Jahres und seither bei nahezu jedem Regenereignis, bereitet angeschwemmter Schlamm Probleme, verursacht Schäden und Kosten. Aus Sicht der Verwaltung ist deshalb neben der Untersuchung der zu erwartenden Wassermengen bei Starkregenereignissen in Kraichtal besonders der Abtrag von Erdmaterial, also die Erosion sowie die Verlagerung des Materials, bis in die Ortschaften hinein, von Interesse.

  • Zusätzliches Leistungspaket „Detaillierte Untersuchung von ausgewählten Bereichen und Objekten sowie die Erstellung von Steckbriefen“:

Die Beauftragung dieser Detailanalysen kann auch während der laufenden Arbeiten noch vergeben werden, soweit dieses als notwendig erachtet wird. Die Kosten sollten bereits im Förderantrag enthalten sein, um Förderausfälle zu vermeiden.

Der Gemeinderat hat nach ausführlicher Beratung die Arbeiten für die Erstellung eines Starkregenrisikomanagementkonzeptes an den günstigsten Bieter mit großer Mehrheit (eine Gegenstimme) vergeben; ebenso den Auftrag zu ergänzenden Untersuchungen zum Thema Erosion an denselben Anbieter.

Kosten

Das Gesamtpaket umfasst ein Auftragsvolumen von rund 149.000 €. Auch die oben beschriebenen Zusatzleistungen sind förderfähig. Der Gemeinderat hat in diesem Zusammenhang eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 38.854,72 € mehrheitlich (eine Gegenstimme) beschlossen.