Gemeinschaftsschule Kraichtal

Betreff
Gemeinschaftsschule Kraichtal
- Abschlussbericht zum Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal
Vorlage
80.1/190/2020
Aktenzeichen
881.
Art
Beschlussvorlage

I.   Sachverhalt und Begründung

 

Historie Projektverlauf

 

März 2012                  Schreiben der SPD und B90/Grüne Fraktion mit Beauftragung der Verwaltung, die Realisierung einer Gemeinschaftsschule zu untersuchen.

 

Dezember 2012        Grundsatzbeschluss zur Prüfung der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Kraichtal.

 

1. Quartal 2013         Abstimmungsgespräche mit der Schulleitung über weitere Schritte.

                                    Info Veranstaltung für Elternvertreter von Kindergärten und Grundschulen.

                                    Elternabende in den Grundschulen zum Thema Gemeinschaftsschule.

                                    Info Veranstaltung für Eltern von Kindergartenkindern (ab 3 Jahre) und Grundschulkindern (1. Bis 3. Klasse).

                                    Beratung über die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Kraichtal im „Arbeitskreis Schulen“.

 

Mai 2013                    Beschlussfassung zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule in Kraichtal mit Definition eines Raumprogrammes.

 

Januar 2014              Vorstellung der Vorgehensweise des Vergabeverfahren eines offenen Planungswettbewerb nach VOF 2009.

 

April 2014                  Erstellung und Vorstellung der Auslobungsunterlagen für den Planungswettbewerb mit Terminplan.

 

November 2014       Klausurtagung des Gemeinderates in der Mehrzweckhalle Münzesheim, Brandschutz und Energetische Maßnahmen im Bestandsgebäude.

 

März 2015                  Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zum Bau zusätzlicher Klassenräume, Beschluss zur Durchführung VOF Verfahren mit eingeschobenem „Nichtoffenen Planungswettbewerb“.

 

April 2015                  Beschlussfassung nichtoffener Planungswettbewerb RPW 2013 und Verhandlungsverfahren nach VOF 2009 für Architektenleistung mit Außenanlagen.

 

April 2015                  Kenntnisnahme der Auslobungsunterlagen einschl. Raumprogramm, sowie Vorstellung des Zeit-/Ablaufplans zur Durchführung des Planungswettbewerb.

 

Juli 2015                     Kenntnisnahme Protokoll des Auswahlgremiums, Auswahl der Teilnehmer am Planungswettbewerb.

 

Juli 2015                     Ausgabe der Auslobungsunterlagen und der Modelle an die ausgewählten Planungsbüros.

 

Oktober 2015           Preisgerichtssitzung zur Bewertung der eingereichten Unterlagen.

 

Dezember 2015        Vergabe der Planungsleistungen für das Gebäude mit Außenanlagen an das Büro Asböck aus München.

 

März 2016                  Beauftragung Fachingenieure, Festlegung des Planungsteam.

 

29. Mai 2017              Baggerbiss/Spatenstich für den Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal.

 

Juni 2017 bis              Erster Bauabschnitt mit Abbrucharbeiten, Rohbauarbeiten und

Juli 2018                     Installationsarbeiten (Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär).

 

September 2018      Zweiter Bauabschnitt mit Dachabdichtungsarbeiten und September 2019                                    beginnendem Innenausbau (Trockenbau, Fenster, Fassade

            Türen, Estrich, Bodenbelag, Platten/Fliesen und Maler/Lackierarbeiten).

 

11. September 2019

 

Inbetriebnahme der Ebenen 1 und 2 im Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal

 

4. November 2019

 

Inbetriebnahme der Ebene 0 im Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal

 

15. September 2020

 

Inbetriebnahme der Mensa im Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal

 

 

Übersicht über die Projektkosten

 

Es wurden insgesamt 35 verschiedene Gewerke für die Erstellung des Neubaus der Gemeinschaftsschule benötigt. Die Auftragsvergabe dieser Gewerke wurde in verschiedenen Vergabeverfahren durchgeführt. Ein Großteil (größer 90% der Gesamtkosten) wurde in verschiedenen Paketen europaweit ausgeschrieben. Der verbleibende Teil der Auftragsvergaben wurde in öffentlichen bzw. beschränkten Ausschreibungsverfahren national beauftragt. Aktuell sind von allen Gewerken noch acht schlusszurechnen. Diese sind: Außenputz WDVS, Stahlbau/Schlosser, Maler und Lackierarbeiten, Türen, Lüftungsarbeiten, Sanitärarbeiten, Dämmung TGA und Gebäudeautomation. Ebenfalls noch final abzurechnen sind zum Teil die Leistungen des Planungsteams. Aus diesem Grund ist es erforderlich, für das Haushaltsjahr 2021 einen weiteren Haushaltsansatz zu bilden.

 

Die aktuelle Projektkostenübersicht des Büro BPM aus Pfarrkirchen vom 5. November 2020 weist folgende Beträge aus:

 

Freigegebenes Gesamtkostenbudget aus 11/2016               14.880.700,00 €

 

Prognostiziertes Gesamtkostenbudget aus 11/2020               14.880.830,40 €

 

Das eingeplante Risikobudget in Höhe von 1.080.000 € wird durch Preisindizierung, Bauzeitverlängerung, teilweise Ergebnisabweichung der Ausschreibungspakete und einer Firmeninsolvenz zu 100% ausgeschöpft.

 

Summe aller Aufträge                                                                  14.985.025,89 €

 

Zahlungsstand (06.11.2020)                                                           14.188.130,89 €

 

Prognose gesamt                                                                          14.880.830,40 €

 

Mittelbedarf 2021                                                                          rund 695.000 €

 

Herr Asböck vom Büro Asböck aus München und Herr Knödlseder sowie Herr Kroll vom Büro BPM aus Pfarrkirchen werden zur Sitzung anwesend sein und den Bauablauf sowie die Projektkosten näher erläutern.

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Gemeinderat nimmt den Abschlussbericht über den Neubau der Gemeinschaftsschule Kraichtal zur Kenntnis und stimmt der Einstellung des erforderlichen Haushaltsansatz in Höhe von 750.000 € für 2021 zu.

 

II.   Finanzielle Auswirkung

 

Die veranschlagte Restfinanzierungsrate für das Projekt im Jahr 2020 beträgt 1.940.000 €. Zum 12. November 2020 betrug der Abrechnungsstand 1.304.949,58 €. Daraus resultiert eine positive Differenz von 635.050,42 €. Da der Mittelbedarf für das kommende Jahr mit rund 695.000 € prognostiziert wird, sind für das Haushaltsjahr 2021 weiter  750.000 € als  Restfinanzierungsrate einzuplanen. Die Differenz von rund 55.000 € zwischen erforderlichem Mittelbedarf für 2021 und zu erwartender Prognose kann erst nach Vorlage aller Schlussrechnungen genauer benannt werden.