Bahnübergänge im Bereich „Lügerwiesen“ in Unteröwisheim

Betreff
Studie zur Umgestaltung der Bahnübergänge im Bereich „Lügerwiesen“ in Unteröwisheim
- Vorstellung der Studie
Vorlage
80.1/580/2017
Aktenzeichen
656
Art
Beschlussvorlage

I.   Sachverhalt und Begründung

Am 14. Juni 2000 wurden in der Sitzung des Gemeinderats verschiedene Varianten einer Umgestaltung der Bahnübergangssituationen in Unteröwisheim vorgestellt. Bei der vom Landratsamt Karlsruhe für den 10. September 2015 angesetzten Verkehrsschau wurde festgestellt, dass der Bahnübergang (BÜ) an der Josef-Heid-Straße nicht verkehrssicher ist. Daraus folgend fordert die AVG einen Umbau des vorhandenen oder einen Neubau eines BÜ an anderer Stelle.

 

Zwischenzeitlich wurde durch das Ingenieurbüro Mailänder Consult GmbH aus Karlsruhe eine Studie zur Verbesserung der Sicherheit und Abwicklung des Verkehrs angefertigt, um die Umgestaltungsmöglichkeiten weiter zu konkretisieren, sowie die Kostenschätzungen zu aktualisieren. Folgende mögliche Alternativen werden in der Sitzung durch einen Mitarbeiter des Ingenieurbüros vorgestellt, damit über die weitere Vorgehensweise beraten werden kann:

 

Variante 1: Ausbau des bestehenden BÜ

Die kostengünstigste Variante, bei der ein Begegnungsfall Lastzug/PKW auf dem Bahnübergang allerdings nicht möglich ist. In den Anbindungsstraßen werden Lichtzeichenanlagen erforderlich. 

 

Variante 2: Ausbau bestandsnah

Eine kostenintensivere Lösung als Variante 1, bei der der Bahnübergang um ca. 60 m in Richtung Osten verschoben und das Freiräumen des BÜ durch eine weitere Knotenpunktgestaltung in Form eines Kreisverkehrs nördlich des BÜ ermöglicht wird. Hier ist eine Verschiebung der Firmeneinfahrt notwendig.

 

Variante 3: Neuer Bahnübergang im Bereich „Im Eiselbrunnen“

Die teuerste Variante sieht im Bereich des Gewerbegebietes einen  neuen Übergang vor, der gegenüber dem bestehenden in der Josef-Heid-Straße um ca. 280 m in Richtung Westen verschoben, westlich des bestehenden Bahnsteigs angeordnet ist. Bei bisherigen Gesprächen mit Mitarbeitern der AVG wurde deutlich,  dass diese Variante seitens der AVG am ehesten befürwortet wird. Bei dieser Variante kann ein Rückbau der beiden anderen Bahnübergänge zu reinen Fußwegübergängen erfolgen.

 

Studie (Pläne Kostenschätzung)

Stellungnahme AVG

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von der Studie zu den Bahnübergängen in Unteröwisheim und beauftragt die Verwaltung, die Planungen zur Variante 3 (Neuer Bahnübergang im Bereich „Im Eiselbrunnen“) weiter zu konkretisieren.

 

II.   Finanzielle Auswirkung

Folgende Schätzkosten einschließlich Nebenkosten und Mehrwertsteuer wurden ermittelt:

Variante 1: Ca.    522.000 €

Variante 2: Ca.    662.000 €

Variante 3: Ca. 1.048.000 €

 

Voraussichtliche Kostenteilung nach Eisenbahnkreuzungsgesetz:

Kostendrittelung Straßenbaulastträger/Schienenbaulastträger/Land Baden-Württemberg?

 

Zuschüsse aus Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz – LGVFG?